2020 – jetzt wird abgerechnet!

Hallo meine lieben Leser! Ich melde mich zurück mit einem letzten Blogpost in diesem Jahr. Danke an alle, die mich schon länger verfolgen und auch ein Danke an jene, die dieses Jahr neu auf mich gestoßen sind! Meine Leserzahlen haben das letzte Jahr weit überschritten und das ist natürlich etwas, was mich sehr glücklich macht. Schön, dass ihr hier seid! ♥
Ich mache es kurz: Dieser Post wird ein Jahresendresumee. Eine kleine Hommage an das Jahr 2020, denn auch wenn Corona mir vielleicht den einen oder anderen Strich durch die Rechnung gemacht hat, so war dieses Jahr wirklich ein kleines kinky-Träumchen für mich.
Und damit starten wir auch. Viel Spaß beim Lesen!

Ich lebe den Traum?

Ich bekam dieses Jahr oft die Rückmeldung, dass man mich irgendwie für mein Leben beneidet. Ich werde dafür beneidet, wie ich meine Sexualität ausleben kann, wie oft ich sie ausleben kann und was mir allgemein mit meiner Partnerin alles möglich ist.
Das ist etwas, das ich sehr zu schätzen weiß, denn meine Frau und ich haben viel für diese Beziehung gearbeitet und es ist ein tolles Privileg, dass wir diese so ausleben können, wie wir beide es wünschen. Sicherlich, durch Corona blieb uns dafür sogar etwas mehr Zeit, weil alle anderen Kontakte so etwas eingeschränkt waren, aber ich kann von mir behaupten, dass ich in Sachen Kink und Sex und auch zur Beziehung mit meiner Partnerin das Leben führe, was mich erfüllt und glücklich macht. Ich hatte ein wunderschönes, ruhiges Jahr 2020 und hoffe, das auch 2021 in diesem Maß so weiterlaufen wird. Vielleicht auch ein bisschen wilder, wenn Corona es eben zulässt.

Ich twitterte vor einigen Monaten bereits, dass ich sehr froh bin, mein BDSM-Leben hauptsächlich zu Hause auszuleben und nicht von Partys abhängig zu sein. Ich habe dieses Jahr oft lesen müssen, dass die Fetischkleidung einstaubt oder Spielzeuge in den Keller verfrachtet werden, weil aktuell eben keine Events stattfinden.
Jetzt ist es nicht so, dass ich glaube, diese Menschen machen etwas falsch. Sie leben ihr Kink-Leben einfach anders, als ich und ich schätze es einfach als ein großes Privileg, dass ich eben nicht an Daten oder Partys geknüpft bin.

Begleitet mich nun also auf meinen kleinen Highlights durch das Jahr 2020!

In diesem Jahr habe ich viele neue Erfahrungen sammeln dürfen und meine persönlichen Lieblingsvorlieben immer wieder und erneut ausleben dürfen. Ich habe als Sub ein stabiles Regelwerk, welches ich über alles liebe und das ich im Jahr 2021 auch in einem Buch physisch verschriftlichen möchte. Ich freue mich auf jeden Montag, an dem ich auf Twitter seit einem Jahr wöchentlich eine Fantasie von mir teilen darf, sehne jeden Dienstag herbei, der sich als #tiemeuptuesday etabliert hat und genieße auch das wöchentliche in-mir-ruhen-und-knien – eine Regel die noch sehr neu ist und an der ich mich freue, noch etwas zu feilen, den auch Regeln benötigen Feinschliff. So wie ich weiß, dass ich bei meiner Regel, stets um Badbenutzung zu fragen, einfach gehen kann, sollte meine Dom beispielsweise schlafen, so braucht auch diese kleine Regel noch ein paar Feinschliffe in Sachen „Wie handhaben wir das bei Besuch?“ und ich liebe es, all diese Kleinigkeiten zu erkunden und eine Variation zu finden, die meine Dom dann am besten anspricht und die mich somit am meisten erfüllt.
Ja, 2020 hat mir eine tolle Regelbasis als Sub geschaffen, sodass ich jeden Tag ein konstantes Gefühl von D/s habe und mir selbst an stressigen Tagen eine kleine Auszeit für das nehmen kann, was mich eben besonders erdet.

2020 schenkt mir auch eine Reihe neuer Erlebnisse. Durch den Job, den ich noch Anfang des Jahres hatte, bekam ich große Rabatte auf diverse Toys und habe quasi jeden Monat diverse Neuanschaffungen mit nach Hause gebracht. Und auch durch kleine tolle Online-Sessions mit meinem Geldsklaven, konnte ich mir eine tolle Spielzeuge zulegen, die ich mir sonst finanziell vielleicht nicht gekauft hätte. Mein Liebling ist und bleibt dieses Jahr der Bouncer von Fun Factory, ein StrapOn-Dildo, der im Toy selbst drei schwingende Kugeln hat, die bei jedem Stoß ein tolles Gefühl geben und den meine Frau wirklich äußerst vorzüglich weiß zu bedienen. Der kam dieses Jahr sehr oft zum Einsatz -um genau zu sein erst gestern- und ich hoffe, er begleitet mich noch weit über das Jahr hinaus. Unter anderem haben aber auch diverse Schlagwerkzeuge den Weg zu uns gefunden, die teils schon benutzt wurden, teils noch auf eine tolle Spankingsession warten, eine Maske für den Sinnesentzug, die mir rauschartige Sessions beschaffte, ein Elektrovibroei, welches mir mehr Schmerzen schenkte, als erwartet (was gut ist, denn das mag ich!) und ein paar Spike-Handschuhe, die nicht nur meine Partnerin gern nutzt, sondern die es auch der Igeldame, wie sie vielleicht einige von Twitter kennen könnten, sehr angetan haben.
Eine große Überraschung kam auch von einem Shop für handgemachte Alien-Dildos, die mir dank eines Systemfehlers ein Toy im Wert von 80 Euro geschenkt haben. Ich bin hin und weg.

Ich durfte neuen Erfahrungen im Bereich Sinnesentzug sammeln und ich hassliebe sie. Fehlende Sinne schenken mir mehr Fokus auf Schmerz, aber auch mehr Fokus aus Stimulation. Es intensiviert für mich einfach jegliche Erfahrungen. Das ist gut und das ist schlecht 😉
Ich hatte meinen ernsten Kontakt mit Dilatoren, der sich gänzlich anders anfühlte, als ich ihn mir vorgestellt habe. Ein kleines Dank also auch an die Person, die mir bzw uns diese Erfahrung ermöglichen konnte. Ich durfte ebenso unseren Analhook testen, hatte das erste Mal eine Clover-Clamp an meiner Klitoris (aua!) und -was mich immer noch nachhaltig beeindruckt- ich habe dieses Jahr das erste Mal gequirtet. Nein, nicht nur das erste Mal, sondern mehrmals und das ist etwas, von dem ich mir nicht sicher war, ob ich dazu überhaupt fähig bin.

Einen kleinen Unfall gab es bei einem Wachsplay mit einer Kerze, die ihre Fassung verlor und mir eine fiese Verbrennung schenkte. Anders als die Kerze behielt ich aber meine Fassung, habe meine liebe zum Wachs nicht verloren und konnte durch intensive Pflege der Brandwunde dafür sorgen, dass jetzt -etwa ein halbes Jahr später- kaum noch etwas von der Verbrennung sichtbar ist.

Eine der schönsten Momente des Jahres war meine Halsbandzeremonie. Ich trage inzwischen 3 Monate mein Eternity-Collar und zu Weihnachten gesellte sich noch ein rosegoldfarbener Ring der O
an meinem Ringfinger dazu. Ein kleiner Traum. Die Zeremonie, über die ich auch gebloggt habe, das Halsband und der Ring.
Die Kombi in rosegold behalte ich übrigens auch bei meinen Piercings bei. Apropos, dieses Jahr gesellte sich ein Klitorisvorhautpiercing vertikal dazu, welches mir wirklich angenehme Stimulation verschafft. Und das Stechen war ein kleines Highlight für sich.

Zu meinem Geburtstag und zu Halloween durfte ich TPE-Erfahrungen sammeln und auch, wenn dank Corona die Gäste und deren Interaktion damit auf ein Minimum begrenzt waren, sind das Momente, die mein Herz als Vollzeit-Sub aufgehen lassen. Nur an D/s denken, allen eine schöne Zeit schenken und der beste Gastgeber sein, die man eben sein kann.

Ich nahm dieses Jahr wieder vollständig am Kinktober teil und habe mich ab Oktober dem Experiment gestellt, für ein Quartal mein Sexleben zu tracken. Das Experiment endet heute und ich kann sagen, dass es mir nur positive Erfahrungen geschenkt hat. Die Tage waren gut gefüllt und der Oktober war sogar so voll, dass der eigentlich volle Dezember dagegen schon wieder leer wirkt. 😀

Corona hat mir die Möglichkeit gegeben, kleine Spielereien in meinen Alltag mit einzubauen. Mal spiele ich Beat Saber mit einem Analplug, mal schaue ich einen Film, während mein Intimbereich noch vom Tunnelspiel brennt. Kink ist irgendwie jeden Woche ein Teil von mir und ich liebe es.

Ich freue mich auf alles, was 2021 noch kommen mag. Ein lieber Twitterer spendiert uns Silvester eine Flasche Sekt und ich hoffe, ihn irgendwann in unserem Käfig begrüßen zu dürfen (ICH HABE MIR EINEN KÄFIG GEKAUFT! Wie cool ist das bitte?!)
Zudem möchte ich im nächsten Jahr ein Vakuumbett austesten. Aber sonst halte ich mich bedeckt mit Wünschen in Sachen Kink, denn 2020 war schon ein Highlight ohne Wünsche an das Jahr zu stellen.


Und was noch abschließend zu 2020 zu sagen ist und eine Twitterin schon amüsiert kommentierte:
Ich habe so viel Lust und Verlangen, wie wahrscheinlich noch nie zuvor. Ich bin aktuell ein Mensch, dessen Laune man mit Sex heben kann und die sich nach jeder Berührung verzehrt. Ich weiß nicht, ob das bleibt, aber ich genieße es, solange es eben da ist. Vielleicht macht meine graysexuelle Seite gerade ein bisschen Winterschlaf, aber dann darf sie gern noch ein bisschen länger ruhen, denn es ist für mich ein tolles Gefühl, so zu begehren. Also Danke 2020 und danke an meine Dom – für diese Seite an mir. Das ist für mich so besonders und ich werde alles davon in den Händen behalten.

Danke.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s