Y. IV – turning the lights out, tighten the handcuffs…


Hallo meine lieben Leser! Heute melde ich mich zurück mit einem Erlebnis aus jüngst vergangenen Tagen. Ein kleines Content-Warning für sanftes Fearplay und Bloodplay.
Viel Freude beim Lesen!



Sie legte mir die Augenbinde an und ich begann sofort unruhig zu werden.
Noch passierte nichts. Gar nichts. Ich lag auf dem Bett, wusste genau, dass die Vorbereitung noch einiges an Zeit kosten würde, bevor überhaupt etwas passierte. Und doch war ich so unendlich nervös.

Als sie mich kurz vorher fragte, ob ich die neuen Ösen, die am Bett als Befestigungsmöglichkeit für Seile dienen, gleich austesten wollte, nickte ich nur. Ich war eigentlich nicht wirklich in der Stimmung. Ich war nachdenklich, mit den Gedanken ganz woanders. Aber ich wusste auch, dass die Erlebnisse, in denen ich kaum Energie aufbringen und mich irgendwie überwinden musste, auch die wirklich guten Erlebnisse wurden. Zumindest dachte ich an mein Waterboarding und die Stimmung, die ich damals hatte. Und gab dem Ganzen eine Chance.

Mit Seilen befestigte sie erst meine Handgelenke an den oberen Ecken des Bettes. Ich zog ebenfalls prüfend an diesen – einfach um zu schauen, wie viel Spielraum ich bewegungstechnisch habe.
„Soll ich eigentlich meinen Pullover ausziehen?“, fragte ich sie. Sind meine Hände nämlich einmal verknotet, funktioniert ausziehen nicht mehr.
„Lass ihn ruhig an. Ich hab auch so Zugang zu allem.“
Ich ließ den Kopf sinken und verkniff mir ein leises Seufzen, war andererseits aber auch dankbar, denn mir wurde schnell kalt. Und gerade war mir verdammt kalt. Das wird mir immer, wenn ich nicht weiß, was mich erwarten wird.

Als Nächstes wurde ein Seil um meine Hüfte befestigt. Ich hob meinen Po an, damit das Seil einfacher unter mir durchgezogen werden konnte. Ließ ich meine Hüfte absinken, spürte ich das Seil auf meiner Haut, was durch die Reibung Wärme erzeugte. Ein angenehmer Kontrast.

Sie ließ sich Zeit. Pfiff nebenbei eine Melodie und umkreiste mich, als könnte nichts sie aus der Ruhe bringen. Und ich – nun, ich wurde immer nervöser, je ruhiger mein Gegenüber wirkte.

Auch die Beine wurden an den Fußgelenken am Bettende fixiert.
„Soll ich den Slip noch ausziehen?“, fragte ich auch hier wieder.
„Nein, wenn er stört, entledige ich mich dem schon.“
Diesmal konnte ich mir ein Seufzen nicht verkneifen. Ich weiß, dass dies nur kleine Barrieren sind und man mir mein Höschen auch binnen Sekunden zerschneiden oder zerreißen kann. Aber dieser gelassene Umgang mit diesem, gab mir irgendwie ein Gefühl von „Egal was ist, ich nehme mir schon, was ich will. Völlig gleichgültig der Umstände.“
Und dieses Gefühl, zusammen mit der beginnenden, vollständigen Fixierung und dem Wissen, dass sie WIRKLICH alles macht, was sie will und ich da eben kein Mitspracherecht habe, raubte mir alle Illusionen der Sicherheit. Im Prinzip lag ich völlig ausgeliefert vor ihr und sie bestimmt Anfang, Ausgang und das Spiel selbst. Und das ließ sie mich spüren.

Wie soll man denn da bitte nicht nervös werden?

Zum Schluss wurde noch ein Seil um meinen Hals gelegt und festgezogen. Ein Galgenstrick. Ich konnte ihn nicht sehen, aber ich spürte ihn genau, Er war nicht so fest, dass ich ernsthaft Sorge haben müsste, mit meinem Atem zu ringen, aber fest genug, um meinen Kopf kaum bewegen zu können und schwerer Luft zu bekommen. Auch dieser wurde am Kopfende befestigt.

So lag ich also vor ihr. Irgendwie verletzlich, vollkommen präsentiert und ohne Chance auf Gegenwehr. Ich sah durch die Augenbinde nur wenig, aber konnte ihren Blick auf mir ruhen spüren.

„Und? Wie fühlst du dich gerade?“, fragte sie mich amüsiert – als könnte sie nicht an meinen Bewegungen, meiner Atmung und meinem Geruch wahrnehmen, welche Gefühlsregungen gerade in mir ablaufen.
„Fühle mich fast ein bisschen gekreuzigt, wenn ich so da liege“, antwortete ich mit einer Prise Ironie, die meine Unsicherheit überspielen sollte.
Dann hörte ich ein leises Klirren. Wie eine Raubkatze machte sie einen Sprung auf meine Hüfte und drückte mir etwas Spitzes in meiner Handfläche.

Nägel.

„Du hast noch gar keine Ahnung, wie es sich anfühlt, gekreuzigt zu sein.“, antwortete sie mit dunkler Stimme und erhöhte den Druck auf meine Handflächen.
Ich zog scharf die Luft ein, versuchte den Schmerz weg zu atmen. Biss mir auf die Zunge, um mir ein „Ihr Götter habt immer eine komische Vorstellung vom ‚Nageln‘.“, weil es die Chance erhöht hätte,dass man mir die Nägel wirklich in die Hand schlägt.

Meine Handflächen pochten und ich hoffte wirklich, dass sie mir wohlgesonnen ist.
Ich unterdrückte ein leises Seufzen, als der Schmerz nachließ und meine Hände wieder frei waren.
Ihr Gesicht war nah an meines gebeugt und sie hob mein Kinn an – eine für mich unmissverständliche Geste meinen Mund zu öffnen, auch wenn ich noch immer meines Augenlichts beraubt war.
Ich schmeckte ihren Speichel auf meiner Zunge und schnurrte wohlig. Ich liebe diese Art der Küsse – besitzergreifend. Fordernd. Intensiv.

Belohnend.
Meine Mundwinkel formten ein genießendes Lächeln.

Ich hörte das Geräusch der Gleitgel-Flasche, dessen Inhalt großzügig verteilt wurde. Kälte drang in mich ein und ich stöhnte leise auf. Ein Glasdildo. Die Kälte bildete einen starken Kontrast zu meiner eigenen Körperwärme. Als würde meine Haut selbst glühen.
Vollendet wurde das Spiel, als ein heißer Schmerz meine Klitoris durchzog.
„Aua…“ Ich presste meine Zähne aufeinander.

Ich hatte das Gefühl, meinen eigenen Empfindungen nicht vertrauen zu können. Die Intimklemmen schmerzten spürbarer, als gewohnt. Und auch der Dildo schenkte mir mehr Schmerzen, als ich vermutete. Erst hinterher erkannte ich, dass ich die falsche Auswahl an Toys vermutet habe. Statt der vergleichsweise harmlosen Intimklammern, die mit einem Strapsgurt verbunden sind und die ihr Potential erst entfalten, wenn diese millimeterweise abrutschen und so die wiederkehrende Durchblutung zu einem langen,unangenehmen Akt gestalten, zierte eine Clover-Clamp meine Klitoris. Und auch ein größerer Glasdildo, als der mir bekannte wurde gewählt. Dieser war besonders tückisch, denn die Spitze war wesentlich breiter, als der gesamte Schaft. Bei jedem Stoß, traf dieser perfekt meinen Muttermund und bohrte sich quasi direkt in diesen. Es fühlte sich an, als würde es mich innerlich zerreißen.

Immer wieder entwichen mir leise Schmerzlaute und jedes Stöhnen wurde von einem weiteren leisen „Au…“ begleitet. Mein ganzer Unterleib brannte und jeder Stoß zog sich wie ein Blitz aus Schmerz durch meinen Körper. Ich hasste die Klammer und ich hasste, wie diese Fusion aus Qual und Erregung meinen Unterleib beherrschten.
Ich überhörte eine Bemerkung, dass dies ihr Lieblingstoy war, um irgendwie die Kontrolle über mich und meine Regungen zurück zu bekommen.
Nach einigen Atemzügen, begann der Druck der Klammer angenehm taub zu werden, sodass ich mir zumindest sicher war, dies irgendwie aushalten zu können.
Zumindest, wenn ich mich selbst nicht zu viel bewegte. Denn die Klammer befestigte sie an meinem Hüftseil. Sollte ich zu stark reagieren, würde ich dies also bitterböse zu spüren bekommen.
„…du willst mich doch nicht enttäuschen, oder?“
Der Satz ließ mich augenblicklich aufhorchen und meine Gedanken klar werden.

Was genau meinte sie? Was würde sie enttäuschen? Wäre mein Orgasmus enttäuschend? Wirke ich, als würde ich das Level an Schmerz nicht aushalten? Wäre es enttäuschend, wenn ich es nicht aushalte? Gibt es irgendwelche mir nicht bekannten Parameter, die zur Enttäuschung führen?
Ist dies ein Spiel und das Abfallen der Klammer wäre mein Game Over?
Ich verstand nicht.

„Nein, natürlich nicht. Ich möchte dich nicht enttäuschen.“, versuchte ich deutlich hervorzupressen. Egal, was die Antwort auf die Frage war, ich würde nichts davon provozieren. Ich genoss jede Sekunde und jede Welle aus Pein und Erregung. Schenkte ihr jede Reaktion und versuchte zudem, nicht meine Aufmerksamkeit zu verlieren.

Und so lange ich mit Haut und Haar zu ihrem Vergnügen zur Verfügung stand und meine Erlösung in ihrem Spiel fand – so lange wird schon alles gut gehen.

Ein sanfter Faustschlag auf meine Brust riss mich aus meinen Gedanken. Ich blinzelte verwirrt unter meiner Maske und hoffte einfach, dass Verwirrung auch die erhoffte Reaktion war.

…Huh?

Ein sanfter Druck tänzelte in Linien auf meinem Oberschenkel. Ein Nadelrad. Es hinterließ eine Gänsehaut und ein angenehmes Kitzeln.
Und doch spannte ich all meine Muskeln an, versuchte jede Bewegung zu erhorchen.
Eine Feder setzte den Tanz fort, so zärtlich, dass der Kontrast zu der pulsierenden Klammer und der Sanftheit dieser Berührung mich fast wahnsinnig machte.
Ich zuckte zusammen. Immer und immer wieder, denn ich rechnete jeden Moment mit einem weiteren Reiz, der mir beweisen sollte, dass die Feder nur die Ruhe vor dem Sturm war. Eine trügerische Illusion hauchzarter Bewegungen, die binnen Sekunden von Impulsen aus Schmerz zerstört werden würden.
Doch nichts passierte.
Mein Kopf und meine Erwartungen spielten mir Streiche und dominierten meine Körperspannung. Und auch, wenn ich sie nicht sehen konnte, so beobachtete sie meine Reaktionen mit einem Schmunzeln. Als würde sie mir nie weh tun. Mir nie ein Haar krümmen. Als wäre die Antwort meines Körpers nur eine mutwillige Unterstellung.

Immer wieder schnippte sie gegen die Klemme an meiner empfindlichsten Stelle, um mich daran zu erinnern, dass die angenehme Taubheit mit Einsetzen der Durchblutung endet und von meinem Körper wieder als Schmerzreiz katalysiert wird.

Ein schmerzverzerrtes Stöhnen entwich meinen Lippen und mein Körper wandte sich unter ihren Stößen. Es folgte das vibrierende Geräusch des Magic Wands, der sich augenblicklich gegen meine Klitoris drückte.
Ich zog scharf die Luft ein. Die Vibration war Segen und Fluch zugleich, brachte sie doch die Klammer in Bewegung, ehe die stimulierende Befriedigung einsetzte.

Der Dildo glitt aus mir und wurde durch ein größeres, für mich angenehmeres Modell ausgetauscht. Da mein Inneres aber bereits völlig empfindlich war, brachten mich bereits wenige Sekunden an den Rand eines Orgasmus.
„Darf ich bitte kommen?“, fragte ich zwischen unkontrolliertem Keuchen und Stöhnen.
Die Frage wurde mit einem „Nein“ quittiert,während sich der Druck der Vibration erhöhte.
Und wieder. Schmerz. Lust.
Diese verdammte Klammer würde noch mein Untergang sein.

Sie erhöhte das Tempo ihrer Stöße. Gab mir eine Sekunde Pause, als sie den Wand anhob.
Ich atmete erleichtert auf, ehe ich mich binnen Sekunden wieder verkrampfte.
Ein heißer Schmerz durchzog meinen Oberschenkel. Das Skalpell bahnte sich seinen Weg durch meine Haut. Hinterließ einen Schnitt auf meiner Haut.
Es verschwimmt alles und ich kann die Handlungen nicht auseinanderhalten. Die Vibration des Magic Wands. Die Klammer, die im Takt der Vibration schwingt. Das Skalpell, das insgesamt 6 Striemen hinterlässt, die wie Klauen eines Tieres wirken. Die Stöße des Dildos, die mir Geräusche entlocken und sich so verboten gut anfühlen.
Ihre Stimme, die ihr Handeln kommentiert. Mir sagt, wie sehr ich ihren Schwanz genieße. Wie tief ich ihn in mir brauche. Was ich für eine Schlampe für sie sei.

Ich versuchte wegzuhören, hinterließ doch jedes Wort einen Schauder. Steigerte meine Erregung bis ins Unermessliche. Ich reagierte auf ihre Stimme. Mein Körper reagierte auf ihre Stimme.
Und ich hasste es. Liebte es. Ein bisschen. Als entriss mir die süße Melodie ihrer Worte mir jede Kontrolle über mich. Falls ich diese Kontrolle je hatte.

Eine Welle der Erregung bahnte sich in mir an. Ich spürte den beginnenden Orgasmus, versuchte mich noch zu winden. Zerrte an den Fesseln. Plötzlich wirkte eine abfallende Klammer verglichen mit einem unerlaubten Orgasmus fast schon attraktiv.
„Darf ich bitte kommen, meine Göttin? Bitte. Bitte. Oh Gott, darf ich bitte kommen?“
Meine Worte überschlugen sich fast und ich wusste, dass ich diesen Kampf dieses Mal verlieren würde. Ich konnte mich nicht dagegen wehren. Ich konnte bisher jeden Orgasmus abwehren, wenn ich nicht kommen durfte, aber dieses Mal sollte ich eines Besseren belehrt werden.

„Du darfst.“
Ich fand Erlösung in ihrer Erlösung. Kam heftig. Bäumte mich auf und zerrte heftig an meinen Fesseln. Ich wusste, dass es nur ihre Gunst war, die mich vor einer Strafe bewahrten. Keine Sekunde hätte ich länger durchgehalten.

Mein Brustkorb hob sich an, senkte sich wieder. Ich zitterte, schnappte nach Luft, wurde mir diese durch den Galgenstrick um meinen Hals doch eingeschränkt.
Sie beugte sich zu meinem Gesicht, lehnte sich auf mich. Ein letztes schmerzverzerrtes Stöhnen entwich meinen Lippen, als sich so der Druck auf die Clover-Clamp verlagerte.

So blieb sie über mich gebeugt. Ich spürte ihren Atem an meinem Hals.

Scheiße. Scheiße. Scheiße. Das wird jetzt richtig weh tun.
Das wird jetzt richtig, richtig-

Mein ganzer Körper verkrampfte sich in Vorbereitung auf das, was jetzt folgen sollte.
Sanft kratzten ihre Zähne über die empfindliche Haut meines Kehlkopfs, als würden sie noch die perfekte Stelle suchen, um sich gleich in meinen Hals zu graben.

Ich kniff die Augen zusammen, wehrte mich aber nicht dagegen. Es wäre ein sinnloser Akt gewesen. Der Kampf war entschieden, bevor er begonnen hätte.

Mit einer reißenden Bewegung, versenkte sie ihre Zähne in der Vorderseite meines Halses.
Bot ihr meine Kehle an, wie ein Tier, dass sich einem anderen unterwirft.
Und genau das war es. Ein animalischer Akt der Unterwerfung. Eine Demutsgeste, die auch keinen Widerstand duldete.

Meine Augen begannen zu Tränen und der helle Schmerzensschrei wurde nur durch den Druck ihrer Zähne auf meinen Hals gedämpft.
Meine Hände zitterten vor Schmerz und Adrenalin, doch meinen Hals hielt ich weiterhin für sie gestreckt.

Mein Körper sank zusammen, als sie sich von mir löste. All meine Muskeln entspannten sich und ich atmete einmal tief ein, füllte meine Lungen mit Luft.
Das würde ich noch einige Tage spüren. Ein Andenken der besonderen Art.

Die Augenbinde war inzwischen von meinem Gesicht gerutscht, schenkte mir die Sicht auf ein schmales Lächeln.

„Danke…“, murmelte ich leise. Für meinen Orgasmus. Für diese Erfahrung. Für ihre Markierungen. Für ihr Interesse an mir. Für so vieles, was sich nicht in Worte fassen lässt.

„Soll ich die Klammer jetzt abnehmen?“ Ein böses Schmunzeln ihrerseits legte den Fokus wieder auf meinen Körper. Ich starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an.

Was? Nein! Ich werde sie mir sicherlich nicht selbst abnehmen dürfen und mit jeder Sekunde, die ich zögere, erhöhe ich die Intensität beim Abnehmen. Vielleicht. Noch einen kurzen Moment.

Sie nahm mir die Entscheidung ab, beugte sich noch einmal zu meinem Intimbereich. Genoss quälend langsam das Leid in meinen Augen und die Panik in meinem Puls. Ließ mich einige Sekunden zappeln, ehe sie mit einem geübten Griff die Klammer entfernte und mir die Hand auf meinen Mund presste.
Mein Schrei verstummte und ich krümmte mich ein letztes Mal vor Schmerz. Ein Impuls, den ich bis ins Mark meiner Knochen spürte.

Eine letzte kleine Tortur. Und hoffentlich nicht die letzte kleine Tortur.
Danke, Y.






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