untitled fantasy

Hallo meine lieben Leser! Ich melde mich zurück mit einer Aufgabe, die ich mit euch teile. Zum Beginn jeder Woche habe ich meiner Dom eine Fantasie mitzuteilen. Diesmal musste ich diese aber ausformulieren, sodass es auch für euch mehr als einen Tweet zu lesen gibt.
Viel Spaß damit!

Sie verband mir die Augen, nahm mir die Sicht und damit eines meiner wichtigsten Sinnesorgane.
Ich schloss zeitgleich meine Lider, um auch keine Lichtreflexe wahrnehmen zu können. Das ist irgendein seltsamer Mechanismus meiner Submission, schätze ich. Was meine Dom wünscht, führe ich aus – auch dann, wenn das verwendete Equipment dies nicht hundertprozentig gewährleisten kann. Ich sollte nicht sehen. Nur fühlen.

„Die Arme nach hinten“, wies meine Frau mich an. Ich richtete meinen Oberkörper auf und legte meine Arme hinter meinem Rücken übereinander, sodass meine Hand den Ellenbogen des anderen Arms umschließen konnten. So verweilte ich still, bis ich das Seil auf meiner Haut spüren konnte. Seil, welches sich um meinen Oberkörper schlang und sich an Brust und auf Höhe der Rippen fest zog. Es hinterließ ein sanftes Brennen auf meiner Haut, wo es mit Schnelligkeit zusammengeführt wurde. Ein Brennen, was ich ohne meinen fehlenden Sinn wohl nicht registriert hätte.

Ich nahm ihr Parfum wahr, welches ich so gern an ihr roch. Konnte ihren Atem auf meiner Haut spüren, als sich ihr Gesicht meinem Körper näherte, um die Knoten zu prüfen. Eine wohlige Gänsehaut durchlief mich und ein leises, wohliges Seufzen verließ meine Lippen.

Am Seil wurde fest gezogen, sodass ich meine Haltung automatisch begradigte, um den Rückstoß des Ruckens auszugleichen. Ohne Vorwarnung fühlte es sich an, wie der Sicherheitsgurt eines Autos, der einen Aufprall verhindern sollte, sodass auch meinen Lungen die Luft entwich.
Ich hörte nur ein Schmunzeln, dass mein Tun kommentierte.

„Die Arme…“, tadelte mich meine Dom und ich konnte die skeptisch angehobene Augenbraue vor meinem inneren Auge sehen, auch wenn diese verbunden waren. So korrigierte ich meine Haltung und hob diese wieder an, wohl wissend, wie schwer diese sich nach wenigen Minuten wieder anfühlen würden. Die Muskeln längere Zeit anzuspannen, um das Gewicht der Arme zu tragen, ist merkbar unbequem. Oder besser: genug unbequem, um den Fokus darauf zu verlegen, sodass es immer spürbar ist.
Erst als die Seile auch die Arme hinter mir verschnürten, verspürte ich ein bisschen Erleichterung, da diese nun einen Teil des Gewichts trugen. Ich ließ die Arme wenige Millimeter sinken und spürte sogleich festeren Druck um Hals und Oberkörper. Anscheinend wurden diese so verschnürt, dass ich diese durchaus absenken konnte, aber dafür eben Einbußen in meiner Atmung machen musste, da sich besagte Seile enger schnürten.
„Und fertig!“
In ihrer Stimme lag Zufriedenheit, die mir ebenfalls ein Lächeln schenkte. Ich hörte ihre Schritte im Raum hallen. Sie umkreiste mich und begutachtete ihr Werk.

Sie strich mir zufrieden über mein Haar und ich schmiegte meinen Kopf an ihre Handfläche. Eine liebevolle Geste, die mich sanft erschaudern ließ. Ich hielt einen Moment inne und genoss den Moment, der sich mir so bot. Das Reiben der Seile auf meiner Haut. Das Schmerzen der Muskeln. Die weiche Haut meiner Partnerin. Für einen kurzen Augenblick fühlte sich alles vertraut und vollkommen an. Und ich konnte Ruhe in mir selbst finden.

Ehe ich mich entspannte, verfestigte sich der Griff in meine Haare und zog mich nach oben. Ich bemühte mich, ebenso schnell aufzustehen, um den Schmerzreiz zu mindern. Meine Partnerin zog mich an den Haaren mit sich und ich taumelte mehr schlecht, als recht hinter ihr her. Ein leises Knurren verließ meinen Hals, fiel es mir doch merkbar schwer, ihr zu folgen. Lediglich das Führen meines Kopfs und der damit verbundene Schmerz gab mir eine Richtung vor.
Ich hoffte einfach, nicht zu stolpern und tappte bemüht den mir vorgegebenen Weg.

Wir waren im Bad. Ich konnte die kalten Fließen an meinen nackten Füßen spüren, ehe ich mit einem festen Griff auf meine Knie gedrückt wurde. Ich gab nach und sank Richtung Boden. Es folgte wieder ein Griff in meine Haare, der dieses Mal mein Gesicht Richtung Boden drückte.
Ich begann augenblicklich zu frösteln. Feuchtigkeit stieg meine Haare auf und ich hielt meinen Mund geschlossen, weil ich merkbar Wasser schluckte.
Ich hing anscheinend mit meinem Gesicht im Duschbecken. Das Wasser stand einige Zentimeter hoch und ich legte meinen Kopf weiter seitlich, um kein Wasser einzuatmen, spuckte das Wasser in meinem Mund aus. Begann leise zu husten und konzentrierter zu atmen. Ihre Lippen waren nah an meinem Ohr und ihr Hauchen fühlte sich bedrohlich und dunkel an.
„Menschen sind ja so zerbrechlich…“


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