Das Halsband – Unbedingt, weil?

Hallo meine lieben Leser! Ich melde mich zurück, bin noch immer im Urlaub, aber nehme natürlich fleißig am #BlogWar teil. Zusammen mit der lieben Needful und der werten Sarah bloggen wir gemeinsam über ein Thema, von dem niemand vorher weiß, was der jeweils andere schreiben wird. Und nicht selten kollidieren unsere Ansichten aufeinander, aber gerade das macht es ja erst spannend, richtig?

Die jeweiligen Blogs zum heutigen Thema findet ihr hier:

Sarah Blume: https://t.co/6tSIso5aGl?amp=1
Needie: https://t.co/i4SVncRTd0

Wie ihr schon in der Überschrift lesen könnt, soll es heute um das Halsband gehen.
Und wie immer der übliche Disclaimer: Handhabt das selbst, wie ihr wollt. Hier lest ihr nur meine subjektive Meinung.

Also dann: Viel Spaß beim Lesen!

Das Halsband – Bedeutung oder modisches Accessoire?

In „Die Geschichte der O“ ist es so, dass jeder, der das Halsband als Erkennungszeichen wahrnimmt und damit im Kreise der Eingeweihten ist, über die O verfügen darf.
Nun, ich trage auch Halsband, bin von dem ursprünglichen Zweck des Halsbands aber weit entfernt.
Wer also den silberfarbenen Edelstahlreif um meinen Hals als Zeichen von D/s wahrnimmt, der liegt damit goldrichtig, hat aber trotzdem keine Verfügungsgewalt 😉
Ich denke auch, dass heutzutage kaum noch ein BDSMler auf diese alte Tradition der Geschichte zurückgreift. Heute ist ein Halsreif längst nicht mehr nur Zeichen einer O, sondern auch modisches Accessoire. In den gängigen Läden werden sämtliche Arten von Choker verkauft. Man stelle sich also den Konflikt vor, wenn ein Liebhaber der O plötzlich sein Anrecht bei einer modernen Frau einfordert, die gerade ihren letzten H&M-Haul ausführt.
Das Konzept ist also veraltet.

Nun, ich finde diese schicken Abwandlungen der Modeindustrie wirklich schön- und ich denke auch, dass Choker noch genug Unterschiede zum „klassischen“ Halsband offen lassen, sodass diese beiden nicht zwingend verwechselt werden müssen. Sie haben also durchaus als Halsschmuck ihre Daseinsberechtigung, ohne mit dem BDSM zu kollidieren.

Vergeben? Single? Sub? Dom?

Vergebene Personen tragen Halsbänder. Single-Subs tragen Halsbänder. Doms tragen auch Halsbänder (entweder sie gefallen, sie sind Switcher, oder was auch immer – da gibt es wohl viele Gründe) und Subs tragen Halsbänder. Was das heißt?
Durch das Tragen eines Halsbands kann man absolut nichts über die Person heraus lesen. Für mich ist das in Ordnung. Soll jeder tragen oder machen, was ihn glücklich stimmt und niemanden verletzt.
Ich kann nicht leugnen, dass ich manche Handhabungen nicht verstehe oder es genau so machen würde, aber ich gehe eben meinen Weg.

Ich trage ein Halsband, wenn ich in einer festen D/s-Beziehung bin und Dom eben dieses Halsband abgesegnet hat. Es ist ein Symbol für diese Beziehung, wie es beispielsweise der Ehering in einer Ehe ist. Und ich würde das Halsband selbst auch nicht anders tragen.
Ich bin kein Freund von „Spielhalsbändern“ mit Playpartnern und möchte selbst auch keines. Das erfüllt für mich nicht den Zweck und macht die Symbolik kaputt. Entweder, ich gehöre jemanden und ich trage seinen Schmuck, oder eben nicht. Es ist mir schlicht zu wertvoll, um nur Accessoire in einer Session zu sein. Die einzige Ausnahme: Ich wechsel das Halsband, weil das Setting es erfordert oder mein fester Dom es eben so wünscht.

Womit wir auch bei der Überschrift wären: Unbedingt…weil?
Ich habe fast das Gefühl, es gehört heute zum guten Ton, dass jede Sub ein Halsband trägt. Ich kann das Bedürfnis danach verstehen, zumal es hübsch ist und irgendwie Kinkyness ausstrahlt. Und ich denke, dass das schon für viele ausreichend ist, um eines zu wollen.
Das ist auch okay so, kommt für mich selbst aber nicht in Frage. Ich möchte mein Halsband nicht ohne die Komponente D/s und mein D/s nicht ohne bestimmte Subkomponenten.

Aber: Ich brauche es eben nicht. Wenn meine Dom entscheiden würde, dass sie keines wünscht, dann würde ich mich diesem Wunsch anpassen. Wenn sie ein anderes Halsband an mir sehen will, dann beuge ich mich diesem Willen. Und wenn meine Dom eben unbedingt eines an mir sehen will, um zum Beispiel der Öffentlichkeit zu signalisieren, das ich ihr gehöre, dann trage ich auch unbedingt eines. Meine Dom hat da das letzte Wort und ehrlich gesagt würde ich es auch nicht anders wollen. Ständig nach einem Halsband zu quängeln läge mir da fern.

Mein Halsband

Ich trage aktuell ein Edelstahl-Halsreif mit O-Ring, der sich durch eine Schraube lösen lässt. Ich trage dieses Halsband tagsüber, nachts und zu fast allen Gegebenheiten. Einzig zu meinem Nebenjob nahm ich es ab, da ich diesem aber nicht mehr nachgehe, befindet es sich also 24/7 an meinem Hals. Ich liebe mein Halsband und ich liebe, zu welcher Person es mich macht. Ich trage es mit Stolz, wie frisch Verlobte ihren Verlobungsring tragen und auch in der Öffentlichkeit ist es mir nicht unangenehm. Blicke nehme ich entweder nicht wahr, oder sie sind nicht da. Natürlich ist es nicht unauffällig, aber darauf ansprechen oder mich gar anstarren tut kaum einer. Vielleicht ist das eben eine Sache der Ausstrahlung: je souveräner man damit auftritt, desto selbstverständlicher wird es auch aufgenommen – aber das ist eben nur meine persönliche Wahrnehmung.

Und trotzdem: Bald werde ich mich von meinem aktuellen Halsband als 24/7-Halsband trennen und ein anderes den Platz um meinen Hals einnehmen, denn vor wenigen Tagen bestellte ich -natürlich mit bester Genehmigung meiner Dom- mein Eternity-Collar. Diesem seufze ich schon ewig sehnsüchtig nach, aber die Finanzen erlaubten eine solche Ausgabe gerade.
Es ist ohne O-Ring und rosegold, sodass es auch zu einer normalen Arbeit getragen werden, aber nicht eigenständig von Sub gelöst werden kann.

Es. Ist. Wunderschön.

Ich werde mein Altes sicher auch ab und an tragen, gerade wenn ich beispielsweise Edelstahlmanschetten trage, damit es optisch stimmig wirkt oder vielleicht in einer Schwimmhalle, um das Material des Eterniry-Collars nicht unnötig zu belasten, aber dabei verlasse ich mich eben auf die Einschätzung meiner Dom.

Diese lies auch verläuten, dass sie sich für den neuen Halsreif eine kleine Zeremonie wünscht.
Man darf also gespannt sein, denn diese wird sicher einen eigenen Blogbeitrag erhalten.

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