Rapeplay – Teil I Hier spricht wieder die Greysexualität

Oder auch: Orrr, das klingt alles sehr kompliziert und aufwändig. Ist es das denn wert?
Nun, ich hoffe es denn.

Hallo meine lieben Leser!
Die Twitter-Umfrage hat gezeigt: Ihr seid interessiert und ich bin nur zu gern bereit für euch zu berichten.
Auch wenn ich es schon mehrfach bei Twitter erwähnte: Das von mir geforderte an Erwartungen, Do’s, DONT’s, etc. beruht alles auf dem, was ich mir für ein Rapeplay wünsche. Das muss nicht euer Rapeplay sein. Vielleicht spricht es euch an, vielleicht ist es gar nichts für euch. Ihr sollt nur wissen, dass ich kein Play auf- oder abwerte, wenn ich beispielsweise Herangehensweise 1 als gänzlich inakzeptabel für mich finde, weil es für mich beispielsweise nicht in die Atmosphäre passt. Findet ihr Herangehensweise 1 für euer Play super: Go for it!

Nun denn, viel Spaß beim Lesen!


Da das eine Diskussion ist, die ich hier nicht führen möchte: eine echte Vergewaltigung ist eine schlimme und traumatische Straftat. Der sexuelle Kink des Rapeplays grenzt sich davon ab. Hier wird sein Konsens gegeben – Dies ist bei einer echten Vergewaltigung nicht der Fall. Wer den Reiz im Play nicht nachvollziehen kann: Kein Problem. Das ist in Ordnung. Aber dann toleriere Menschen, die in diesem Kink ihren Reiz finden oder vermeide es, ab hier weiterzulesen.

So: Was reizt mich am Rapeplay?

Ganz einfach. Das Rapeplay vereint in sich die Fähigkeit, einer Person geistig UND körperlich überlegen zu sein. Während es für ein Fearplay meistens ausreichend ist, wenn man der Person -ähnlich wie beim Schach- zwei Schritte voraus ist und es beim Rough Sex mit Machtkampf ausreicht, mit körperlicher Stärke im Vorteil zu sein, so ist im Rapeplay beides notwendig.

Einer Person geistig und körperlich überlegen sein.
Aber geht das denn nicht auch anders?

Szenario1: Ich gehe mit meinem Freund bei Nacht spazieren. Er drückt mich in den nicht-besuchten-Park und fordert nun von mir entsprechende sexuelle Wünsche ein.

Hierbei wird nun auf die geistige Überlegenheit verzichtet.  Für Bottom ist Top bekannt,
Bottom muss nicht von A nach B gebracht werden, Bottom muss nicht überwältigt werden, könnte sogar damit rechnen, dass diese Situation eintreten wird.
(zumindest geht es mir immer so, wenn ich des nachts mit der einen oder anderen Person aus bin.)

Für mich selbst wäre es ohne diese fehlenden Komponenten kein Rapeplay.
Ja, mir würde entsprechendes Szenario natürlich auch Spaß machen, würde es aber -für mich persönlich- nicht als Rapeplay deklarieren.
Ein ähnliches No-Go wäre für mich auch folgende Situation:

Szenario2:  Ich habe die Anweisung bekommen, hierherzukommen und mir eine Augenbinde anzulegen. Der Rest liegt bei ihm.

Nein. Auch das persönlich ist nichts, was ich -für mich- als Rapeplay verstehen oder gar so umsetzen würde. Dafür fehlt mir auch hier das, was für mich der absolut größte Turn-On während der gesamten Zeit ist: die geistige Überlegenheit.

Wie stelle ich mir das nun alles nach meiner vollen Zufriedenheit vor?

Ich verweise an dieser Stelle gern auf den bald kommenden zweiten Beitrag dieser Reihe. Da teile ich eine Fantasie, die in etwa meinen Geschmack treffen wird.
Bis dato müsst ihr an einer Fülle an Informationen Vorlieb nehmen:

Spätestens, wenn der Konsens von beiden Seiten für das Rapeplay gegeben wurde,
sollte es zumindest im Kopf des Bottom permanent kreisen. Zumindest geht es mir so.
Sobald sich etwas ankündigt, wittere ich hinter alles und jedem eine Möglichkeit.
Das Ganze also erst einmal ein bisschen auskühlen zu lassen, wäre für mich also optimal.

Auch wenn es von anderen Personen sicher nicht gewünscht ist, so brauche ich den Überraschungsmoment der Unsicherheit. Insofern meine Frau mich also nicht irgendwo in einem unbeobachteten Moment packen kann, weil ich davon ausgehe, dass sie beispielsweise zu Hause ist, dann sollte Top zumindest ein wenig für seine Unkenntlichkeit sorgen, sei es durch schnelles Löschen des Augenlichts (auf welche Weise auch immer), eine zweite Person, die offensichtlich nicht die Statur des Tops besitzt, um den Mindfuck, ob das jetzt das besagte Rapeplay ist, obwohl euer Top fehlt oder das eine wirklich gefährliche Situation wird.
Ich brauche den Nervenkitzel, dass sich an der verschwimmenden Grenze zwischen: Ist das Realität oder nicht? – bewegt, obwohl sich Top gerade vielleicht schmunzelnd im Auto eine Zigarette anzündet, weil Top eben weiß, dass er*sie es ist, der*die hier sitzt,

Ich möchte, dass das Ganze Angst erzeugt. Ich möchte einen Weg entlanglaufen, Schritte hinter mir hören, anschließend wieder nicht. Ich möchte mich umsehen. Nichts sehen. Vielleicht vor Sicherheit ausatmen, bis hinter einem Baum eine Hand nach meinem Mund greift und mir diesen zuhält, damit ich nicht mehr schreien kann.

Hierzu übrigens ein kleiner Kink meinerseits: Handschuhe!
Dämpfen alle Geräusche und auch Bisse in die Hand durch Bottom sind gut abgefedert.

Das ist es, was ich an einem Rapeplay so anziehend finde. Pursuit und Takedown.

Und wenn das geschafft ist, dann beginnt die spannende körperliche Überlegenheit.

Szenerie1: Er wies mich scharf an und ich gehorchte.

Ja, kann man natürlich so machen. Kann man aber nicht mit mir so machen – es sei denn, du verfügst über die nötigen Argumente, dass Gegenwehr eine beschissene Idee ist.
[Aber auch bei einem Knife- oder Gunplay sollte man zumindest bei mir mit einem Mindestmaß Gegenwehr rechnen müssen.]

Wäre die Situation real, so würde ich mich auch verteidigen. Ich würde schreien, beißen, mich losreißen, treten, spucken und was nicht alles.
Das ist etwas, dass ich bei einem Rapeplay nicht missen möchte.
Es ist in Ordnung, das Echo ertrage ich, egal wie es aussieht. Und das stehe ich dann auch durch. In meinen Rapeplays setze ich auch consensual non-consent.
Hab ich keine Kraft mehr, mich übernommen, etc, kann ich nachträglich immer noch meine Gegenwehr einstellen.

So und nun beginnt das Sexuelle. Und genau hier greift auch meine Greysexualität. Der sexuelle Akt, der damit verbunden ist, würde mich nicht anmachen. Dass er dann eben dazugehört, ist für mich in Ordnung. Ich kann auch ohne Libido oder dem Wunsch nach Sex guten Sex haben. Was mich eben bewegt, ist das Gesamte davor. Das reizt mich und das macht mich auf eine seltsame Art und Weise an. Der Sex… nun, der kommt der Person zu Gute, die das eben auf die Beine gestellt hat. Für mich ist er im gesamten Rapeplay das Unbedeutendste. Alles andere ist das, was meinen Geist stimuliert.

Danke fürs Lesen! Wir sehen uns zu Teil II – einer Fantasie von mir.
Tüddelü.

3 Kommentare zu „Rapeplay – Teil I Hier spricht wieder die Greysexualität

  1. Ich freue mich auf Teil II. Allerdings habe ich dein Konzept der „geistigen Überlegenheit“ noch nicht wirklich verstanden, denn noch scheint mir, das in dem Szenario die körperliche Überlegenheit (und natürlich die geistige Kontrolle über die Situation, vielleicht meinst du das ja?) ausreichend ist.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s